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Ein Landgut mit Geschichte

Schon die Etrusker und nach ihnen die Römer wussten unsere Gegend aufgrund ihrer Fruchtbarkeit zu schätzen und nutzten sie für die Landwirtschaft, insbesondere für den Olivenanbau. Auf alten Karten wird die Zone um unser Landgut in lateinischer Sprache als „Flavianus“  bezeichnet, woraus man wohl später „Fabiani“ ableitete. Zahlreiche Funde aus der Römerzeit bestätigen jedenfalls eine kontinuierliche Besiedelung und landwirtschaftliche Nutzung der fruchtbaren Böden rund um den  Monte Amiata, eines erloschenen Vulkans. Nach dem Zusammenbruch des weströmischen Reiches zogen viele Völker und Stämme durch unsere Gegend, fest steht, dass ab dem 7. Jahrhundert  n. Chr. das Gebiet von den Langobarden kontrolliert wurde.

„Besonders beliebt war das Gebiet um den Amiata, wo die Gründung der Abtei San Salvatore durch die Langobarden im 8. Jhdt. die Rodung ausgedehnter Waldgebiete und das Entstehen neuer, mit der großen Abtei verbundener Siedlungen nach sich zog“ („Führer durch die antike Maremma“, hrsg. Von Mariagrazia Celuzza 1993, S. 26).

Fest steht, dass das Landgut „Fabiani di Sotto“ einmal im Besitz der Langobarden  war, denn in den Archiven der Comune Castel del Piano findet sich folgender, sensationeller Eintrag: „808 Februar, Tribiloni. Die Brüder Filiprand, genannt Prandulo und Roppertulo aus Fabiani im Gebiet der Stadt Chiusi, Söhne des Indipert, verkaufen an Abt Sabbatinus vom Salvatorkloster am Montamiata ihr Haus in Marconianu mit Zubehör in Fabiani  (….) zum Preis von 30 Solidi.“ Aufgrund dieses Eintrags haben wir jedenfalls beschlossen, die für uns so wichtige Jahreszahl 808 in unser Logo aufzunehmen und unsere Marke „Fabiani di Sotto 808“ zu nennen.

Vielleicht mussten die Brüder Filiprand nach der Thronbesteigung von Karl dem Großen im Jahr 800 n. Chr. vor den Franken fliehen? Vielleicht wollten sie auch aus anderen Gründen verkaufen, wir wissen es nicht. Fest steht, dass die große Abtei San Salvatore das ganze Gebiet erwarb und der Landschaft ihren typischen Stempel aufdrückte: Unterhalb von 500 m Seehöhe forcierten die benediktinischen Mönche den Olivenanbau mit der Pflanzung zahlreicher neuer Ölbäume, oberhalb von 500 m Seehöhe pflanzten sie Kastanienbäume und schufen die herrlichen Kastanienwälder, für die die Gegend des Monte Amiata bis heute berühmt ist. Wir sind jedenfalls davon überzeugt, dass sich nur deshalb so viele über tausendjährige Olivenbäume auf unserem Grundstück befinden, weil es einmal Klosterbesitz war. Denn im Mittelalter pflegten vorwiegend die Mönche den Olivenanbau –auch aus kultischen und religiösen Gründen. Wie ging es mit unserem Landgut später weiter? Vieles verliert sich leider im Dunkel der Geschichte.

Eine weitere gesicherte Spurt findet sich erst im 15. Jahrhundert wieder: In einem Eintrag der Chronik des Ortes Montenero d´Orcia, der unserem Landgut am nächsten ist, steht nämlich geschrieben, dass das alte Landgut „Fabiani“ der Familie Piccolomini gehörte. Die Piccolominis waren ein wohlhabendes Adelsgeschlecht aus der Toskana, das sogar einen Papst hervorbrachte: Enea Silvio Piccolomini (1405–1464),der spätere Papst Pius II (Papst von 1458-1464). Enea Silvio Piccolomini war jedenfalls ein vielseitig gebildeter Humanist, Schriftsteller und Historiker, Verfasser zahlreicher gelehrter Schriften und Werke, noch lange bevor er Papst wurde. Bekanntheit erreichte der umtriebige Papst auch dadurch, dass er seinen Geburtsort Corsignano zu einer idealen Stadt planen ließ, das heute nach ihm benannte Pienza. Die örtliche Chronik weiß jedenfalls davon zu berichten, dass auch das alte Landgut „Fabiani“ zum Privatbesitz von Papst Pius II gehörte.

Wer auch immer das Landgut in späteren Jahrhunderten erwarb oder verkaufte – wir können es aufgrund der spärlichen Dokumentation in den Archiven nur selten genau nachvollziehen. Sicher ist nur eines: Fabiani di Sotto ist ein Landgut mit Geschichte.